Handorgelduett Stadelmann & Erni Zürich - Serge`s Musikarchiv-Entlebucher und Emmentaler Musikarchiv

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Handorgelduett Stadelmann & Erni Zürich

Entlebucher Musik



Roman Stadelmann

30.03.1901, Zürich - 25.04.1931, Zürich

Roman Stadelmanns Heimatort ist Escholzmatt LU, geboren und aufgewachsen ist er in Zürich, wo er am 30. März 1901 auf die Welt kam. 1915  starb seine Mutter, sein Vater kehrte in den  Kanton Luzern zurück und heiratete 1916 wieder, während Roman Stadelmann in der Limmatstadt blieb.  (Beweis, dass Roman Stadelmann in Zürich geboren wurde)  

Leider war es ihm verwehrt, eine Berufslehre zu absolvieren. So verdiente er seinen Lebensunterhalt erst als Handlanger, später als Hausierer und Musikant. Er vertrieb die Erzeugnisse eines Blindenheims, beispielsweise Bürsten. 1920 heiratete er die Wirtstochter Anna Küng und wurde Vater von drei Kindern.

Einer von Roman Stadelmanns Berufskollegen hiess Edi Erni. Den beiden war als Reisegebiet der Kanton Schwyz zugeteilt worden. Sowohl Stadelmann wie Erni hatten in frühester Jugend Handorgel spielen gelernt. So beschlossen die beiden, zukünftig gemeinsam als Duett aufzutreten.

Er gründete eine eigene Formation, der er den Namen "Stadelmanns Urchigä" gab. Bläser dieser Gruppe waren von 1922 bis 1924 Heiri Meier und anschliessend bis 1928 Dominik Märchy. Im Weiteren gehörte auch Karl "Bierkari" Eichhorn (Bassgeige) dazu. Überdies lieh Roman Stadelmann seine Dienste auch anderen Formationen, beispielsweise Kasi Geisser, Stocker Sepps Bauernkapelle oder der Ländlerkapelle Echo vom Pilatus.

Oftmals spielte er ganze Nächte hindurch, um sich anschliessend - ohne geruht zu haben - gleich wieder auf Hausiererreise zu begeben. Doch mit dieser Lebensweise schädigte Stadelmann seine Gesundheit, was nicht ohne Folgen blieb. 1930 erkrankte er an einem schweren Magenleiden, von dem er sich nicht mehr erholte. Er starb erst 30-jährig am 25. April 1931 in Zürich.



Edi Erni 5.12.1895 - 25.11.1953


Edi Ernis Urgrosseltern lebten in Ruswil LU. Seine Grosseltern wanderten nach Thundorf TG aus, und schliesslich liess sich sein Vater, von Beruf Metzger, in Stäfa nieder. Edi Erni wurde am 5. Dezember 1895 in Stäfa geboren. Nach der Schulzeit in Richterswil absolvierte er eine Berufslehre als Maschinist und machte später in Stäfa eine zusätzliche Ausbildung als Schlosser.

1916 befuhr Erni als Heizer eines Flussdampfers die Elbe und begann an der Seefahrtschule in Cuxhafen eine Heizerlehre. Da er keine Aufenthaltsgenehmigung besass, wurde er verhaftet und interniert. Wieder auf freien Fuss gesetzt, kehrte er in die Schweiz zurück wo er in Oerlikon Sophie Bruggmann kennen lernte und 1918 heiratete.

Ab 1919 hausierte Edi Erni zusammen mit Roman Stadelmann mit Produkten eines Blindenheims im Kanton Schwyz. Oft spielten beide zusammen zur Unterhaltung oder zum Tanz auf.

Er lernte das Handorgelspiel autodidaktisch, den letzten Schliff brachte im der Leiter des Harmonika-Clubs Zürich Edi Bodmer bei.

Edi Erni spielte auch bei den Formationen vom Stocker Sepp oder Jost Ribary mit. Ab 1923 wurde die Bassgeige sein Hauptinstrument.

1931 kam es zur Trennung des Ehepaars Erni-Bruggmann. Die drei gemeinsamen Kinder wurden daraufhin in einem Kinderheim untergebracht.

Eine psychische Erkrankung, die sich in im Laufe der Jahre verschlimmert hatte, machte die zeitweilige Einweisung
von Edi Erni in ein Sanatorium notwendig. Zwischendurch kümmerten sich seine Kinder um ihren Vater und nahmen ihn bei sich auf.

Edi Erni verstarb am 25. November 1953 an einem Krebsleiden. Das Schicksal hat es mit diesen hervorragenden Musikanten nicht gut gemeint.








Postkarte mit  "Stadelmanns Urchigä" von Roman Stadelmann an seinen Vater geschrieben
(Von Alois Lüönd zur Verfügung gestellt)




Romann Stadelmann-Josef Nussbaumer




Emil Christen Geige, Roman Stadelmann Handorgel, Kasi Geisser Klarinette



Kasi Geisser Klarinette, Emil Christen Geige, Roman Stadelmann, Handorgel



Roman Stadelmann "die Urchigä" im Niederdorf — mit Kasi Geisser.









Gruss aus Malters

Plattenaunahmen Ende 10er Anfangs 20er Jahre


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