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Dieser Felix ist eine Kämpfernatur - Entlebucher und Emmentaler Musikarchiv

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Dieser Felix ist eine Kämpfernatur

Verschiedenes-Serge Schmid
Wir haben uns schon länger mit diesem wunderschönen und sehr liebenswürdigen Kater angefreundet, seine Geschichte hat uns tief berührt!

Hier ein paar Fotos von ihm!

























Kater Felix ging es jüngst so schlecht, dass ihn die Tierärztin einschläfern wollte. Die Spritze lag schon bereit. Dann kam alles anders.



Mathilde und Heinz Abplanalp können wieder lachen. Felix lebt.

Thomas Peter

Felix, «der Glückliche», trägt seinen Namen zu Recht. Denn mit seinem rotblonden Seidenpelz und den smaragdgrünen Augen ist der stattliche Kater der Prinz der Herzen, nicht nur beim Ehepaar Abplanalp in Langnau, sondern im ganzen Quartier. Und grosses Glück hat Felix schon mehr als einmal gehabt.

Ein «Findelkind»

«Im Frühjahr vor drei Jahren sah ich ihn zum ersten Mal», erzählt Mathilde Abplanalp. Ein mageres Jungtier, das aus Kehrichtsäcken seinen Hunger zu stillen versuchte und im Hudelwetter um die Häuser lungerte. Im Garten der Abplanalps blieb er länger. Die Senioren hatten vor einiger Zeit ihre alte Perserkatze verloren und wollten eigentlich kein Tier mehr. Mathilde Abplanalp jedoch hatte Mitleid und gab der Katze zu essen, während ihr Mann brummte: «So ein Strolch kommt mir nicht ins Haus.»

Doch eines Tages, als er verfrüht von einer Besorgung zurückkehrte, lag der Strolch auf dem Sofa in der Stube. Ein langer Blick aus den grünen Augen, und die Situation änderte sich schlagartig. Umso mehr, als der Kleine erbärmlich hustete. Man musste zum Doktor, und er brauchte schleunigst ein Zuhause. Die Anfrage beim Tierheim wurde bald fallen gelassen, denn Felix versprühte so viel Charme, schnurrte und schmeichelte sich mit jedem Tag mehr in die Herzen seiner Adoptiveltern.

Plötzlich verschwunden

Gross war die Aufregung, als Felix kürzlich spurlos verschwand. Alles Suchen und Fragen half nichts, Abplanalps befürchteten Schlimmes. Und das trat auch ein: Wenige Tage später lag Felix vor der Tür, mehr tot als lebendig, er hatte sich mit letzter Kraft nach Hause geschleppt. Die Tierärztin fand nichts heraus, sie versuchte dem Tier mit Antibiotika und einer Vitaminspritze wieder auf die Beine zu helfen. Doch die Krankheit verschlimmerte sich, auch ein zweiter Arztbesuch half nichts.

Drei Tage später erlitt der kleine Patient einen Kollaps, sein Ende schien nun definitiv nah. Zu allem Unglück war die Arztpraxis geschlossen, niemand erreichbar. Da packten Abplanalps das röchelnde Fellbündel in ihrer Verzweiflung ins Auto und fuhren unangemeldet in eine andere Tierarztpraxis. Dort hatte man zum Glück Verständnis für den Notfall, half rasch mit Sauerstoff und einer Infusion. Felix wurde zur Beobachtung dort behalten, Das Ehepaar kehrte schweren Herzens nach Hause zurück. Um 21 Uhr dann der Anruf: Man täte besser daran, den Kater zu erlösen und einzuschläfern, teilte die Tierärztin mit. Abplanalps willigten ein, doch ihr Schmerz war riesengross.

Tierärztin hatte Mitleid

Am nächsten Morgen dann, als Heinz Abplanalp schon überlegte, wo er das Grab schaufeln solle, erneut ein Anruf: Felix lebte! Die Tierärztin hatte es nicht übers Herz gebracht, dem Kater die schon aufgezogene Spritze zu geben. Er habe sie so angeschaut, dass sie dachte, dem sollte sie noch eine Chance geben. Und tatsächlich: Felix kämpfte sich über Nacht völlig unerwartet ins Leben zurück. Nach einigen Tagen war der Infekt überwunden. Garfield, wie man ihn in der Tierarztpraxis nannte, bekam täglich Besuch von Abplanalps, und bald durften sie ihn nach Hause nehmen. Für sie ist es nun jeden Tag so, als käme das Glück persönlich zur Tür hereinspaziert und schaue sie mit grossen Smaragdaugen an: Da bin ich wieder.

Gertrud Lehmann

Quelle: Berner Zeitung, 04.09.2012

Video mit Felix


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